Lenormand – Karten deuten

Zuletzt aktualisiert: 23.10.2020

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Die Lenormandkarten sind Wahrsagekarten, die nach Marie Anne Lenormand (1772–1843) benannt sind (mehr dazu am Ende dieser Seite). Heutzutage unterscheiden wir zwischen zwei Kartendecks. So gibt es das sogenannte große Deck mit 54 Lenormandkarten. Heute jedoch benutzen die meisten Kartenlegerinnen und Kartenleger das kleine Deck mit 36 Lenormandkarten. Die Illustrationen sind sehr verschieden, die Symbolik ist aber immer dieselbe. Zu jeder Karte gehört neben dem Symbol auch eine Zahl. Sie zeigt das dazugehörige Haus an. Denn nur wenn man die Karte, ihre Umgebung und ihre Lage im Kartendeck genau betrachtet, lässt sich eine solide und treffsichere Vorhersage machen. Allein aus der Symbolik der Karten lässt sich schon recht viel herauslesen. Dennoch ist das Deuten nicht so einfach. Es ist wie ein Handwerk, das erlernt werden muss. Und je öfter jemand die Karten gelegt hat, umso erfahrener und sensibler wird er für die Deutungen.

Auf jede Frage eine Antwort

Anfänger sollten sich die Karten wirklich ganz genau anschauen und versuchen, sich in sie hinein zu fühlen. Das braucht sicher eine gewisse Zeit und ganz sicher ein bisschen Übung. Aber schnell werden Sie herausfinden, dass die Symbole perfekt gewählt sind, um alle Fragen des Lebens abzudecken. Madame Lenormand hat im 18. Jahrhundert gelebt, damals war an das Internet nicht zu denken. Auch Autos gab es damals noch nicht. Dennoch sind die Karten zeitlos. So stehen beispielsweise das Schiff für das Auto und die Sonne für das Internet.

Schauen wir uns deshalb die einzelnen 36 Lenormandkarten einfach mal in aller Ruhe an:

1 – Der Reiter

Auf dem ersten Bild der Lenormand-Karten sehen wir einen Reiter auf einem stolzen Pferd. Was sofort ins Auge sticht: Das Pferd läuft, es ist in Bewegung – direkt und zielgerichtet. Genau dafür steht diese Karte: Es kommt etwas auf dich zu. Die Karte symbolisiert Bewegung und Aktivität. Es geht vorwärts. Auch steht der Reiter für den Überbringer einer Nachricht oder eine Nachricht selbst. Ebenso kann ein Treffen mit einer Kontaktperson anstehen. Nicht zuletzt stehen Reiter und Pferd für Beförderungsmittel wie Auto, Eisenbahn oder Fahrrad.

2 – Der Klee

Jeder kennt es: Wenn man ein vierblättriges Kleeblatt findet, bringt es Glück. Das trifft es auf den Punkt – die Karte steht für das Glück und steht auch für die Zahl vier. Der Klee ist eine der sechs Glückskarten im Lenormand, wobei der Klee nicht das höchste Glück ist.  Auch die Lebensdauer des Klees ist in der Bedeutung der Karte widergespiegelt – der Klee ist eine schnell verblühende Pflanze mit kurzer Lebensdauer. Daher steht der Klee auch „nur“ für ein kleines, kurzes Glück. Bei dieser Karte wird die Zeitzuordnung daher mit „schnell“ und nicht länger als zwei Monaten angegeben.

3 – Das Schiff

Eine Seefahrt die ist lustig… Das Schiff spielt in den Lenormand-Karten eine spezielle Rolle. Warum? Ein Schiff hält Kurs, vergleichsweise langsam aber stetig und mit klarem Ziel. Das ist wichtig, um die Bedeutung der Karte zu erfassen und sie im Gesamtbild richtig zu interpretieren. Das Schiff bedeutet demnach: Es kommt auf dich zu, aber langsam. Habe Geduld, es wird ein wenig dauern. Gehe überlegt und langsam an die Sache heran. Zugleich steht das Schiff für Fernweh und das Ausland.

4 – Das Haus

Ein Haus sollte auf stabilem Fundament errichtet werden. Dieser Grundsatz ist auch das Thema dieser Karte. Das Haus steht für Stabilität, Beständigkeit, Sicherheit, das eigene Zuhause, die eigene Familie und auch in allgemeinen Dingen für Immobilien und Besitz. Durch seinen stabilen Bau ist das Haus für die langfristige Nutzung ausgelegt – und genau das entspricht auch der zeitlichen Interpretation der Karte: dauerhaft, stabil, langfristig.

5 – Der Baum

Nichts ist wichtiger als die Gesundheit. Sie gehört zu jenen Dingen im Leben, die wir nicht kaufen können. Kaum etwas kann die Gesundheit besser symbolisieren als der Baum. Denn er strotzt geradezu vor Kraft, er ist stabil, verwurzelt und nimmt Schadstoffe auf. Der Baum steht in den Lenormand-Karten daher für Leben, Lebensraum, Wachstum, Natur und ländlichen Raum. Meist handelt es sich um eine größere, kräftige Person, die älter ist und eine vorübergehende Krankheit haben kann. Sie ist verwurzelt, schätzt Ruhe und Sicherheit und möchte Streitigkeiten lieber aus dem Weg gehen. Ein „Mann wie ein Baum“ eben.

6 – Die Wolken

Jedes Flugzeug versucht Wolken zu umfliegen, denn es können Unwetter drohen. Außerdem verschleiern Wolken die Sicht. Die Wolken muss man im Kartenbild nach Madame Lenormand allerdings mit zweierlei Augen betrachten: einmal geht es um die allgemeine Bedeutung, zum anderen aber auch um die Lage, denn bei den Wolken handelt es sich um eine sogenannte Positionskarte.

Liegt das Thema des Klienten links von der Wolkenkarte, dann ist es auf dem Weg der Besserung. Auf der linken Kartenhälfte erkennt man nämlich helle, leicht durchsichtige Wolken, die sich langsam verziehen. Somit wird das Hindernis klarer und kann beseitigt werden. Liegt das Thema rechts von der Karte, ist es gerade in einer sehr schwierigen Phase, denn die Wolken sind dunkel und undurchdringlich. Anders ausgedrückt: Die Wolken versperren den Weg zum Ziel. Man kann noch nicht sagen, wie es danach weitergeht.

7 – Die Schlange

Schlangen sind leise, können sich gut tarnen, schlängeln sich durchs Leben und versprühen mitunter Tod bringendes Gift. Damit ist schon klar, welche Bedeutung die Schlange im Bild der Lenormand-Karten hat: Sie steht für Vorsicht und Umwege. Wo die Karte liegt, lauern Komplikationen und Schwierigkeiten. Vorsicht ist geboten, denn es warten Neid, Missgunst und Mobbing. Die betreffende Person geht dabei raffiniert, klug und gerissen vor, nutzt die eigenen Vorteile und kann sich gut ins rechte Licht rücken. Wir haben es also mit einer schwierigen Person zu tun, die bei Problemen in Liebe und Partnerschaft oft auch die Rivalin darstellt.

8 – Der Sarg

Hilfe, der Sarg! Vielleicht denkt das der eine oder andere, wenn die Karte vor ihm liegt. Fakt ist, es handelt sich um eine „negativ“ geprägte Karte. Der Sarg spiegelt das Ende, den Stillstand, die Trauer, den Schmerz und absolute Krisen wider. Betroffene Menschen fühlen sich oft wertlos, handlungsunfähig, sie trauern und sind lustlos. Aber keine Sorge: Nichts in der spirituellen Welt ist wirklich „negativ“. Wo sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere. Jedem Ende wohnt der Anfang bei. Es gibt kein Nichts. Das bedeutet in der Umkehr: Für den Klienten ist längst nicht alle Hoffnung verloren. Liegt der Sarg zum Beispiel im Finanzbereich, ist man nicht automatisch pleite. Vielmehr wird angezeigt, man soll vorsichtig sein und das Geld in der Tasche lieber dort belassen. Außerdem steht der Sarg für Ruhe. Manchmal brauchen wir die Ruhe, um neue Kraft zu schöpfen.

9 – Der Blumenstrauß

Blumen sind bunt, sind Leben, bringen Freude. Der Blumenstrauß im Bild der Lenormand-Karten symbolisiert daher die allgemeine Heiterkeit, die Freude und gilt als hohe Glückskarte. Glück und Zufriedenheit, Erfolg und Schönheit, Besuch und Geschenke – das sind die Attribute, die der Blumenstrauß anzeigt. Wir haben es also mit einem glücklichen, fröhlichen und liebenswerten Menschen zu tun, der meist jünger ist, eher klein und schlank und blonde oder rötliche Haare hat. Ein Mensch, der durchaus romantisch ist und auf sein Äußeres achtet.

10 – Die Sense

Genau wie bei den Wolken ist bei der Sense besonders wichtig, wo sie im Kartenbild liegt. Denn das entscheidet über ihre Bedeutung. Allgemein steht die Sense für Gefahr und Vorsicht und hat den gesundheitlichen Bezug zu Operationen und zu den Zähnen.

Liegt das Thema des Fragestellers links von der Sense, ist alles gut, denn er hat alles im Griff und kann bildlich gesprochen die Ernte einfahren. Der Erfolg ist sozusagen reif zum Ernten. Steht die Thematik rechts von der Sense, ist absolute Vorsicht geboten. Die spitze Klinge zeigt in Richtung des Themas und symbolisiert daher Gefahr oder ein einschneidendes Erlebnis. Das könnte beispielsweise der Hinweis sein, dass das, was gerade geplant wird, so nicht funktionieren wird.

11 – Die Ruten

Wenn das Kind nicht artig war, packte der Weihnachtsmann statt der erhofften Geschenke die Rute aus. Bei den Lenormand-Karten zeigen die Ruten tatsächlich Ärger an. Sie stehen für Streit und Stress, allgemein aber auch für Kommunikation und Diskussion. Weil es sich um zwei Ruten handelt, bedeutet die Karte auch die Zahl zwei.

12 – Die Eulen

Wir sehen auf Karte Nr. 12 zwei Eulen. Sie stehen einerseits für die Zahl zwei, vor allem aber charakterisieren sie eine bestimmte Person und die Menschen, die damit zu tun haben. Denn die beiden Vögel stehen für eine neugierige Tierart, die sehr leicht in Unruhe gebracht und aufgescheucht werden kann. Manchmal sind es echte Nervensägen. Die Karte ist also sehr bildgebend, denn im Lenormand steht diese Karte für Getratsche, Gerede und Mobbing, für Nerven und Unruhe, aber auch für Nachtaktivität. Damit sind wir auch schon bei der gesundheitlichen Zuordnung mit Nervenproblemen oder Schlaflosigkeit.

13 – Das Kind

Bei dieser Karte ist Nomen est omen: Denn sie hat genau die Bedeutung, die sie zeigt. Geht es beim Fragesteller um Familienangelegenheiten, wird die Karte des Kindes für die eigenen Kinder betrachtet. Hierbei kommt es nicht auf das Alter des Kindes an, denn bei einer 60-jährigen Mutter ist der 40-jährige Sohn immer noch das Kind. Das Kind steht darüber hinaus für den Neubeginn, den Anfang einer neuen Situation. Und es gibt eine weitere Bedeutung, die ursächlich mit dem Kind zu tun hat: Ein Kind kommt stets unschuldig auf die Welt. Daher bedeutet die Karte auch Naivität, Sorglosigkeit und Opferrolle.

14 – Der Fuchs

Was zeichnet den Fuchs aus? Er ist falsch, klug und listig. Wir haben es hier also mit einem überlegt agierenden, intelligenten Menschen zu tun, der aber auch unehrlich und gerissen sein kann. Bei einem konkreten Thema gibt der Fuchs den Hinweis darauf, dass es nicht richtig ist, dieses oder jenes zu tun oder dass es sich um den falschen Zeitpunkt handelt. Der Fragesteller sollte also noch etwas warten oder ändern. Als zeitlichen Bezug symbolisiert der Fuchs den Herbst. Wie bei den Wolken und der Sense ist auch beim Fuchs die Lage der Karte besonders wichtig, denn es handelt sich erneut um eine sogenannte Positionskarte. Auf den Lenormandkarten, die wir benutzen, schaut der Fuchs nach links. Es gibt auch andere Kartendecks mit einem Fuchs mit Blickrichtung rechts. Wir gehen von der ersten Version aus.

Liegt das Thema des Fragestellers links von der Karte des Fuchses, ist höchste Achtung und Vorsicht geboten. Bei dieser Lage der Karte ist auf dem Thema davor eine Last aus Lügen, Betrug, Falschheit, Unehrlichkeit, Täuschung und Verrat. Auf dieser Situation liegt also eine Gefahr für den Fragesteller. Zeigt der Blick des Fuchses sogar auf eine Person direkt (Personenkarte), muss man von einer falschen, unehrlichen, räuberischen Person ausgehen. Liegt der Fuchs vor der Thematik oder der Personenkarte, braucht sich der Fragesteller keine Sorgen zu machen. Diese Person hinter dem Fuchs ist ehrlich und intelligent. Wir sehen: Der Fuchs an sich ist nicht schlimm. Entscheidend ist, wo er liegt und wohin er schaut.

15 – Der Bär

Der Herrscher des Waldes steht im Kartenbild für den Herrscher über Recht und Ordnung. Der Bär symbolisiert den Staatsdiener, Beamten sowie Chefs, Führungskräfte, Anwälte und Notare. „Meister Petz“ strotzt dabei vor Stabilität, Stärke, Kraft, Besitz, Wohlstand, Tradition und Schutz. Mit seinem langen Leben ist er außerdem bildgebend für die Zeitzuordnung der Karte: langer Zeitraum, mehrere Jahre bis Jahrzehnte.

16 – Die Sterne

Das Kartendeck der Madame Lenormand hat mehrere Glückskarten. Mit den Sternen beschäftigen wir uns nun mit der höchsten aller Glückskarten. Wenn diese Karte im Thema liegt, dann muss sich der Fragesteller keine Sorgen machen, umgangssprachlich könnte man sagen: Besser geht’s nicht. Die Sterne stehen für Klarheit, Glück, Spiritualität und Wahrheit. Die Definition als höchste Glückskarte kommt mit der Assoziation zu den Sternschnuppen, denn wenn diese vom Himmel regnen, darf man sich was wünschen.

17 – Die Störche

Das Leben der Störche ist immer wieder von Veränderungen geprägt – allein durch ihr jahreszeitenbedingtes Leben. Im Sommer in Europa, im Winter in Afrika. Langfristige Planung, Bereitschaft zur Veränderung, ein Wandel oder ein Wechsel lassen sich mit der Karte der Störche sehr gut im Kartenbild überprüfen. Was sich verändern wird, zeigt die Richtung des Schnabels an. Das bedeutet, was rechts von der Karte liegt, wandelt sich.

18 – Der Hund

Der vierbeinige Freund des Menschen ist treu, gutmütig, gerecht, sozial und genügsam. Genauso sind die persönlichen Eigenschaften, die dieser Karte zugeordnet sind. Man spricht von einem treuen, verlässlichen Menschen mit großem Herz. Der Hund kann aber auch für einen treuen Freund oder netten Kollegen stehen. Liegt der Hund im Thema des Fragestellers, kann er gewiss sein, dass er Unterstützung hat oder bekommen wird, um sein Ziel zu erreichen. Beruflich ist der Hund Arbeiten zugeordnet, bei denen es auf Teamarbeit und Unterstützung ankommt.

19 – Der Turm

Ein Turm überragt oft die Umgebung, ist mitunter von weitem zu sehen. Was also will uns der Turm in den Lenormand-Karten sagen? Er symbolisiert Dominanz, dazu Egoismus und Festhalten. Beim Kartenlegen steht der Turm daher für Menschen, die klammern, die starr und dominant sind, die möglicherweise solo durchs Leben gehen. Darüber hinaus steht der Turm für die Selbstständigkeit und die Karriere. Sie sind Freiberufler? Der Turm sagt Ihnen, wie es im Geschäft weitergeht.

Überhaupt ist der Turm ein Allrounder, denn er gibt Auskunft in allen Behördenangelegenheiten. Ob Finanzamt, Einwohnermeldeamt oder Grundbuchamt – je nach Lage des Turmes und der angrenzenden Karten ist abzulesen, wie die betreffende behördliche Angelegenheit ausgeht. Und weil Rapunzel ihr langes Haar herunterlassen musste, um zu ihrem Prinzen zu kommen, steht der Turm auch für das Gefängnis und die Trennung.

20 – Der Park

Gehen Sie raus, dann werden Sie gesehen! Das ist das Motto für Karte Nr. 20, den Park. Diese Karte steht für die Öffentlichkeit, für Publikum, Kundschaft, für viele Menschen, Werbung und Bewusstsein. Betreffende Personen sind daher weltoffen und gesellig, gehen aus sich heraus und scheuen keinerlei Kontakte.

21 – Der Berg

Er ist der Fels in der Brandung, ihn haut nichts um, er trotzt allen Wetterunbilden: der Berg. Ihm kommt in den Lenormandkarten eine wichtige Bedeutung zu, denn er steht grundsätzlich für kopflastige Menschen, die verbissen, stur und starr durchs Leben gehen. Sie sind gehemmt und sehen sich momentan vor einem schier unüberwindbaren Hindernis. Der Berg symbolisiert also Schwierigkeiten, Frust und ein Problem, das es zu lösen gilt. Aber: Kein Berg ist zu groß, um ihn nicht zu bezwingen. Manchmal reicht es ja aus, ihn zu umgehen. Niemand muss also Angst haben, wenn er im Kartenbild dem Berg begegnet. Allerdings muss sich der Klient bewegen, denn von nichts kommt nichts.

22 – Die Wege

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Viele Menschen kennen das Problem, dass sie sich schwer oder gar nicht entscheiden können. Für alle Fragen zu Entscheidungen, verschiedenen Möglichkeiten kann man hier die Karte der Wege zu Rate ziehen. Die Wahl ist hier aber vielfältig zu interpretieren, man kann neue Wege gehen, den Weg des geringsten Widerstandes suchen, aber auch sollte man manchmal getrennte Wege gehen in Beziehungen oder beruflichen Bereichen. Entscheidend ist der Wille zur Änderung.

23 – Die Mäuse

Mäuse sind kleine, possierliche Tierchen, aber sie haben einen Nachteil: Sie nagen immer und überall. Im Lenormand-Bild handelt es sich bei den Mäusen erneut um eine sogenannte Positionskarte. Wir sehen eine Maus, die in Richtung links „nagt“. Das bedeutet, was links von der Mäuse-Karte liegt, das reduziert sich, geht verloren. Es heißt sinnbildlich aber auch: Es nagt an mir. Die Mäuse stehen demnach für Verlust und Zweifel, für Kummer und Sorgen, mitunter auch für eine Erbengemeinschaft. Die betreffenden Personen sind ängstlich, können nicht loslassen, denken negativ. Dem gegenüber vermehrt sich das, was rechts von der Mäuse-Karte liegt. Das drückt sich auch bei der zeitlichen Zuordnung aus. Links von der Karte muss man von Zeitverlust ausgehen, rechts davon sollte der Klient mehr Zeit einplanen, um sein Ziel zu erreichen.

24 – Das Herz

Mit dem Gefühl, verliebt zu sein und geliebt zu werden schwebt man sprichwörtlich auf Wolke sieben. Mit dieser Assoziation schauen wir hier auf eine der sechs Glückskarten der Madame Lenormand. Das Herz ist die Hauptkarte für Liebesthemen, Herzensangelegenheiten, Partnerschaften. Liegt die Karte in einem wichtigen Thema, ist immer von einem guten Ausgang zu sprechen.

25 – Der Ring

Wir schauen auf einen goldenen Ring und mit ein bisschen Phantasie ist klar, was er bedeutet: Der Ring steht für die Ehe, für die Beziehung, den Vertrag, aber auch für die Verpflichtung. Der Ring ist etwas sehr Wertvolles. Er symbolisiert etwas, das lange anhält, periodisch wiederkehrt oder immer wieder passiert. Oft handelt es sich um einen elegant aussehenden Menschen, der verlässlich und gebunden oder sogar verheiratet ist. Er ist zukunftsorientiert und seriös. Wer keine Bindung hat, sehnt sich danach.

26 – Das Buch

Das Buch ist eine besonders interessante Karte im Deck der Lenormand-Karten und es ist wichtig, genau hinzusehen. Schauen wir uns die Karte an, so entdecken wir an der linken Seite zwei kleine Schlösser. Das Buch lässt sich nicht ohne weiteres öffnen, sein Inhalt bleibt uns daher verborgen. Wir haben es erneut mit einer sogenannten Positionskarte zu tun. Das heißt, wichtig ist, welche Karten links und rechts vom Buch liegen. Liegt das Thema links davon (Schlösser), ist es noch geheim, mystisch, unbekannt. Rechts davon ist es ein „offenes Buch“, dann hat man Kenntnis vom Thema. Neben dem Geheimnis steht das Buch für die Bildung. Studium, Schule, Verträge – all diese Fragen können mit dem Buch beantwortet werden.

27 – Der Brief

Früher wurden Briefe per Hand geschrieben und mit der Post verschickt. Heute wird gechattet, mit Hilfe von Messenger-Diensten kommuniziert. Egal wie – für alle Formen von Nachrichten und Mitteilungen, von Telefonaten, Dokumenten und Gesprächen steht der Brief. Die moderne Form der Nachrichtenübermittlung geht schneller als früher. Diese Schnelligkeit ist auch in der zeitlichen Zuordnung der Karte dargestellt. Beim Brief spricht man von maximal zwei Wochen.

28 – Der Mann

Zu dieser Karte ist nicht viel sagen. Wir sehen einen Mann, es handelt sich bei dieser Karte um eine sogenannte Personenkarte. Bei einem männlichen Klienten schauen wir also auf die Lage des Mannes im Kartendeck. Liegt zum Beispiel der Mann im Haus der Mäuse (Karte 23), hat er Sorgen oder Magenprobleme.

29 – Die Frau

Wir sehen eine Frau, es handelt sich auch bei dieser Karte um eine Personenkarte. Bei einer weiblichen Klientin schauen wir demnach auf die Lage der Frau im Kartendeck. Liegt sie beispielsweise im Haus der Herzen, ist sie schwer verliebt.

30 – Die Lilien

Die Lilien sind prächtige Blumen, sehen verführerisch aus und duften angenehm. Sie stehen daher für Verführung, Sexualität und gleichzeitig für die Familie, denn Sexualität sorgt bekanntlich für Kinder – egal ob gewollt oder ungewollt. Daher ist diese Karte auch der sogenannten Herkunftsfamilie, also dem Elternhaus zugeordnet. Im Gegensatz zum Haus (Karte 4), das die eigene Familie mit Lebens- oder Ehepartner und eigenen Kindern symbolisiert.

31 – Die Sonne

Wo die Sonne scheint, herrschen Licht, Wärme und Energie. Die Sonne ist Lebenselixier. Oder anders ausgedrückt: Was der Sonnenschein für die Blumen ist, das sind lachende Gesichter für die Menschen. In den Lenormandkarten ist die Sonne daher eine der hohen Glückskarten. Sie steht für den Erfolg, die Kraft, das Gelingen. Darüber hinaus steht sie für Wärme, Süden und südliche Länder.

32 – Der Mond

Abends mit einem Glas Wein auf dem Balkon sitzen und den Mond anschauen. In vielen Filmen ist das die romantische Schlussszene – und schon sind wir beim Thema. Der Mond symbolisiert die gesamte Gefühlswelt. Wenn wir die gesundheitliche Zuordnung nehmen, steht er für psychische Belastung, Nervenbeschwerden, psychosomatische Leiden oder gar Depressionen. Er kann auch einen Hinweis auf eine Sucht geben. Allgemein aber steht der Mond für Intuition, Erfolg, Kreativität, Sehnsüchte und auch Wunschdenken.

33 – Der Schlüssel

Mit dem Schlüssel schließen wir die Wohnungstür ab und fühlen uns sicher. Der Schlüssel ist demnach gleichbedeutend mit Sicherheit. Damit ist aber nicht nur der Schutz vor Bösewichten gemeint, sondern auch die Sicherheit, dass das Thema hundertprozentig gelingt. Es ist eine positive Karte, die Gewissheit, Stabilität und Erfolg verspricht.

34 – Die Fische

Eine Schuppe des Silvesterkarpfens in den Geldbeutel – damit soll das neue Jahr finanziell sorgenfrei verlaufen. Die Karte der Fische ist im Lenormand das Symbol für Geld, Finanzen und Besitz. Zugleich ist diese Karte eine der sechs Glückskarten. Daher sind wir bei den Berufen voll und ganz im Finanzsektor mit Beratern, Versicherungsmaklern und Geschäftsleuten. Aber auch Kreative und Lebenskünstler können hier angesiedelt werden, da die Karte der Fische auch für Eigenschaften wie höchst kreativ, phantasievoll, erfolgreich und reich steht.

35 – Der Anker

Ein Schiff lässt den Anker los, er verhakt sich auf dem Meeresboden und hält das Schiff fest. Dafür steht der Anker: für Festhalten und Zusammenhalt, auch das Nicht-Loslassen. In erster Linie symbolisiert der Anker in den Lenormandkarten aber die Arbeit, den Beruf und die Ausbildung. Geht es beim Klienten beispielsweise um seine Festanstellung, schauen wir uns den Anker und seine Lage im Kartenbild genauer an.

36 – Das Kreuz

Das in der Spiritualität viel verwendete Wort Karma bzw. Schicksal ist hier am richtigen Platz. Wiederkehrende Probleme, Belastungen, Prüfungen, Proben oder generell etwas Wichtiges kann man mit dem Satz „Ich habe mein Kreuz zu tragen“ umschreiben.

Haus und Karten-Umgebung

Wichtig bei der Deutung des großen Kartenbildes ist nicht nur die Umgebung der jeweiligen Themenkarte, sondern auch ihre konkrete Lage. Liegt beispielsweise das Herz auf Position 8, also im Sarg, könnte das das Ende für eine Liebesbeziehung bedeuten. Oder aber der betreffende Klient hat Liebeskummer. Es steht aber auch beispielsweise für eine Herzkrankheit. Dieselbe Aussage könnte man treffen, wenn das Herz direkt neben dem Sarg liegt. Es ist eben die Kunst, auf das konkrete Bedürfnis des Klienten einzugehen und ihm eine treffsichere Vorhersage zu machen. Durch die 36 Karten entsteht eine Vielzahl von Deutungsmöglichkeiten, die das Leben in seiner kompletten Bandbreite abbilden.

Die Kunst des Kartenlegens

Das Kartenlegen soll laut Wikipedia im 7. Jahrhundert in China entstanden sein, als sich dort der Holztafeldruck entwickelte. Damit kamen auch Spielkarten in Mode, die später als Wahrsagekarten eingesetzt wurden. Im 18. Jahrhundert schließlich wurde das Kartenlegen ein äußerst populäres Phänomen, das bis heute anhält.

Friedrich Christian Avé-Lallemant bestätigte in frühen kriminalistischen Werken die französische Herkunft der Wahrsagekarten. Er sprach sich nicht nur wegen Betrugsmöglichkeiten für ein Verbot des Wahrsagens aus, sondern weil er das Wahrsagen als generell schädlich für die Psyche der Wahrsagerinnen empfand und behauptete, diese würden ungewöhnlich oft durch Suizid aus dem Leben scheiden. Belege gibt es dafür freilich nicht.

Bedeutende Vertreterin: Marie-Anne Lenormand

Eine bedeutende Vertreterin des Kartenlegens war Madame Lenormand. Nach historischen Aufzeichnungen aus dem 17. Jahrhundert gab es sie sogar zwei Mal, allerdings zeigt ein zweiter Blick, dass sich das vermeintliche Rätsel schnell lösen lässt. Fakt ist, im Geburtenregister der Stadt Alençon in Frankreich gibt es zwei Eintragungen: am 16. September 1768 und am 27. Mai 1772. An beiden Tagen wurde eine Marie-Anne Lenormand geboren. 1768 handelte es sich jedoch um Marie-Annes Schwester. Sie war ein Baby, das bereits wenige Stunden nach der Geburt starb. Marie-Annes Mutter Anne-Marie Gilbert nannte ihr zweites Mädchen wiederum Marie-Anne, dem alten Aberglauben nach, dass die Seele ihrer toten Tochter in diesem Mädchen weiterlebe, wenn es den gleichen Namen bekäme. Die Kartenlegerin Marie-Anne Lenormand wurde also am 27. Mai 1772 geboren. Und zwar in eine Kaufmannsfamilie.

Erzogen wurde Marie-Anne in einer Klosterschule von Benediktinerinnen. Besonderes Interesse zeigte sie für Sprachen, Musik, Malerei und Literatur. Sehr zum Missfallen der Klosterschwestern beschäftigte sie sich aber auch mit der Wahrsagerei. Als Marie-Anne 1781 die Absetzung der Äbtissin voraussagte und dies tatsächlich eintraf, wurde sie von der Schule verwiesen. 1790 zog Lenormand nach Paris und eröffnete zusammen mit einer Wahrsagerin namens Madame Gilbert ein Büro für Wahrsagerei. Ab dem Jahre 1797 wohnte sie in der Rue de Tournon und betrieb dort professionell Wahrsagerei und hatte Kunden aus allen Gesellschaftsschichten. Mit den Jahren wurde Marie-Anne Lenormand immer berühmter, selbst die französische Kaiserin Joséphine und der Kaiser von Russland Alexander I. zogen sie zu Rate. Im Jahre 1830, nach der Juli-Revolution, zog sich Marie-Anne Lenormand in ihr Privatleben zurück und legte nur noch für ihre Freunde die Karten und genoss ihren Reichtum. Am 25. Juni 1843 starb sie mit 71 Jahren durch den Fehler eines Arztes. Die nach wie vor äußerst beliebten Lenormandkarten tragen nicht umsonst ihren Namen.

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