12 / XII Der Gehängte – Tarotkarte

Zuletzt aktualisiert: 21.10.2020

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„Der Gehängte“- die Bedeutung der Tarotkarte XII

Wie jeder Trumpf im Tarot ist auch diese Karte Teil der großen Arkana. Lassen Sie sich nicht vom ersten negativen Eindruck und dem Titel der Karte täuschen. Der Gehängte will uns einladen innezuhalten. An der aktuellen Situation bzw. dem Thema bei dem diese Karte gezogen wurden kann der Fragende derzeit nichts ändern. Auch wenn es sehr schwer fallen sollte – es heißt jetzt Geduld aufzubringen und vor allem abzuwarten. Es muss jetzt genau beobachten werden wie sich die Dinge entwickeln. Leider ist es nicht immer möglich, auf das Schicksal direkten bzw. sofortigen Einfluss zu nehmen.

Der Gehängte ist an seinem rechten Fuß festgebunden und hängt kopfüber nach unten. Er signalisiert hier, dass es gut sein kann mal die Blickrichtung auf das Thema zu ändern. Indem man andere Sichtweisen ausprobiert erlangt man auch mit genügend Abstand oft zu neuen Erkenntnissen. Verwechseln Sie das bitte nicht mit innerer Einkehr – es geht hier eher um eine einstweilige Auszeit um klarere Sichtweisen zu bekommen.

Man muss bzw. sollte akzeptieren, was man nicht ändern kann – das ist die Kernaussage dieser Tarotkarte. Es kommen auch große Veränderungen auf den Fragenden zu. Es kann auch sein, dass ein Thema völlig auf den Kopf gestellt wird. Dies wird durch die Haltung des Gehängten kopfüber symbolisiert. Der Gehängte kann auf eine konkrete Situation auch als die Ruhe vor großen Umwälzungen interpretiert werden. Ängste, die sich um materielle Belange drehen, sollten dabei grundsätzlich abgelegt werden. Eine direkte Zeitaussage kann diese Karte nicht geben, denn hier geht es eher um Stagnation.

„Der Gehängte“ – was zeigt die Tarotkarte?

Starten wir mit der besten Nachricht dieser Karte: Der Gehängte ist auf dieser Karte kein Verbrecher, der für ein Vergehen als Strafe gehängt bzw. stranguliert werden soll. Dies ist ganz einfach an der Art des Hängens zu erkennen. Bei einem Erhängen als Strafe liegt die Schlinge des Seils um den Hals des Verbrechers und nicht um einen einzelnen Fuss. Das Seil hängt an einem T-förmigen, aus Baumstämmen gebildeten Galgen. Das Aufhängen in dieser Position wird den Gehängten nicht umbringen. Ihm steigt maximal das Blut in den Kopf und er sieht die Welt um 180 Grad verkehrt herum. Die Welt steht für ihn Kopf, solange er in dieser Position verbleibt.

Der Himmel rund um den Gehängten ist zwar grau und nebulös dargestellt, aber die Blätterranken, die seinen Galgenbaum begrünen, deuten auch Hoffnung an. Das Handeln des Gehängten scheint zunächst vielleicht absurd, aber kann im Endeffekt trotzdem durchaus sehr fruchtbar sein. Um den Kopf des Gehängten herum leuchtet ein strahlender Nimbus – also ein Heiligenschein. Dieser symbolisiert, dass der Gehängte zu tollen Erkenntnissen von überirdischer Natur kommen kann bzw. kommt.

Die Anspielung auf die Kreuzigung Jesus ist auf dieser Tarortkarte klar zu erkennen. Genau wie Jeses hat sich auch der Gehängte freiwillig kreuzigen lassen. Vielleicht hat er sich sogar selbst in dieser Position aufgehängt. Das wäre dann allerdings eine sportliche bzw. gymnastische Glanzleistung! Er macht sich selbst zum Opfer, um damit etwas Höherem den Weg bahnen zu können.

Eine ähnliche Position nahm auch der altgermanische Gott Odin ein. Dieser hing neun Tage und Nächte lang an der Weltenesche Yggdrasil und wurde dann in die geheime Sprache der Runen eingeweiht. Auch diese Runen werden bis heute als Orakel herangezogen.

Der entscheidende Punkt wird bereits seit vielen Jahren und Jahrzehnten, wenn nicht sogar seit Jahrhunderten immer gleich dargestellt. Es handelt sich um die gekreuzte Beinhaltung des Gehängten, die eine umgekehrte Vier ergibt. Nicht umsonst erinnert diese Haltung an eine Yoga-Übung. Auch Yoga dient sowohl er körperlichen Fitness als auch der Inspiration des eigenen Geistes. Die Vier steht in der Numerologie für Stabilität, aber auch für Stagnation und Unbeweglichkeit.

Nimm die Karte mal aktiv in die Hand und drehe Sie um 180 Grad herum – was siehst du dann?

Geduld und die Fähigkeit, das Leben aus einem völlig anderen bzw. neuen Blickwinkel zu betrachten, sind hilfreich (vielleicht sogar zwingend notwendig), um Besonderes in diese Welt zu setzen.

„Der Gehängte“ als Tageskarte

Du stellst heute über den Tag den Gehängten in Person dar und hängst ziemlich in der Luft. Heute ist der perfekte Tag um sich in der hohen Kunst des Geduld habens zu üben. Ergebnisse oder Entscheidungen, die noch ausstehen und auf die du schon länger wartest, werden sich noch weiter hinauszögern. Aber was solls?! Du hast jetzt schon eine ganze Zeit gewartet, da kommt es auf diese weitere Verzögerung auch nicht mehr an. Jetzt heißt es einfach entspannen und abwarten. Auf Krampf heute etwas ändern zu wollen ist absolut kontraproduktiv. Es kann sogar sein, dass du durch deinen Zwang bzw. Druck die Lage nur noch mehr verknotest und es dadurch sogar noch länger dauert.Also tief durchatmen und abwarten. Gerne bei einer guten Tasse Tee – wie im Spruch „abwarten und Tee trinken“.

„Der Gehängte“ in Liebesdingen

Dein Liebster bzw. deine Liebste steckt derzeit mitten in einer Orientierungskrise. Das bringt vor allem in eurem Zusammenleben allerlei durcheinander. Es steht gefühlt vor allem vom Herzen her alles auf dem Kopf. Dein Gegenüber verwirrt dich sehr, du weißt nicht mehr, woran du mit ihm bzw. ihr bist. Dein Gegenüber hängt derzeit sinnsuchend und herumbaumelnd wie Odin einfach nur rum. Gib ihm oder ihr bitte einfach nur eine Weile seine Ruhe. Es wird die Zeit kommen, wo er oder sie seine Meditationsphase beendet, wieder mit beiden Beinen im Leben steht und somit „richtig herum“ mit dir kommunizieren kann. Es wird dann sein als ob nie etwas gewesen ist.

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