Tarotkarte

Zuletzt aktualisiert: 21.10.2020

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Die Tarotkarten sind seit Jahrhunderten ein sehr beliebtes Mittel, um Zukunftstendenzen abzulesen. In den letzten Jahren ist das Interesse an diesem Tarotkarten weiter gestiegen. Für die einen ist Tarot ein einfacher Partyspaß, für die anderen ist es ein mächtiges Werkzeug um das eigene Leben ein wenig lebenswerter zu machen.

Obwohl Tarotkarten in der Kulturgeschichte eine geradezu mystische Bedeutung erlangt haben, waren sie ursprünglich eher als Gesellschaftsspiel gedacht. Die Karten werden seit mindestens der Mitte des 15. Jahrhunderts verwendet. Die frühesten aufgezeichneten Decks stammten aus verschiedenen Teilen Italiens. Erst im 18. Jahrhundert wurde das Tarot für den Zweck der Wahrsagerei (oder des Okkultismus) verwendet. Antoine Court und Jean-Baptiste Alliette wird die Popularisierung von Tarot-Lesungen in Paris in den 1780er Jahren zugeschrieben.

Zwischen denen, die glauben, es sei ein Witz, und denen, die Tarotkarten für echte Magie halten, liegt eine große Gruppe, die einfach nur aufgeschlossen und interessiert ist. Ob es sich um ein Hobby oder einen Vollzeitjob handelt, Tarotkarten für andere Menschen zu lesen, muss jeder selber für sich entscheiden.

Voraussetzungen zum Lesen der Tarotkarten

Zuerst benötigen Sie ein Tarot-Deck. Das beliebteste und bekannteste Deck ist das Rider-Waite, das von der Illustratorin Pamela Colman Smith gezeichnet und 1910 veröffentlicht wurde. Diese Karten sind bekannt für ihre einfachen Bilder, ihr einfaches Farbschema und ihre Symbolik. Viele Leute empfehlen das Rider-Waite-Deck für Anfänger, da die Bedeutung der Karten so oft intuitiv ist – und wenn dies nicht der Fall ist, gibt es in Büchern und im Internet zahlreiche Interpretationsanleitungen. Viele Decks, einschließlich des Rider-Waite, werden mit einem kleinen Blatt Papier geliefert, das die häufigsten Interpretationen der Karte definiert.

Obwohl es das bekannteste Deck ist, ist das Rider-Waite alles andere als die einzige Option für Anfänger. Denn es gibt auch andere Möglichkeiten. Das Wild-Unknown-Deck ist besonders hübsch, allerdings für Neulinge etwas weniger intuitiv. Das Morgan-Greer-Deck ist ein bisschen wie das Rider-Waite: Die Symbole sind ähnlich, aber die Gesichter sind größer und mutiger und die Farben lebendiger und abwechslungsreicher. Es gibt modernisierte, vielfältige Decks und sogar Decks mit Game of Thrones-Motiven. Am wichtigsten ist es, ein Deck mit Bildern auszuwählen, die Sie interessieren und deren Symbolik Sie interpretieren können. Sie sind derjenige, der sie verwendet, daher müssen sie zu Ihrer Persönlichkeit und Ihrem Stil passen.

Wozu gibt es verschiedene Arten von Tarotkarten?

Obwohl das Design sehr unterschiedlich ist, sind alle Tarot-Decks in vielerlei Hinsicht einheitlich. Jedes Deck enthält 78 Karten, das in zwei Gruppen unterteilt ist: die Dur- und die Moll-Arkana. Das Haupt-Arkana sind die 22 Trumpfkarten des Decks. Wenn sie während einer Legung gezogen werden, beziehen sie sich normalerweise auf größere Einflüsse und Enthüllungen. Diese Karten haben keine Bezüge, sondern stehen allein und repräsentieren wichtige Lebensereignisse und/oder Figuren im Leben einer Person.

Die Moll-Arkana hingegen beziehen sich auf alltägliche Dinge und Einflüsse. Diese 56 Karten sind in vier Farben unterteilt: Stäbe, Schwerter, Münzen und Kelche. Jeder Anzug repräsentiert eine andere Facette des Lebens. In der Regel symbolisieren die Stäbe Kreativität und Leidenschaft, Schwerter den Intellekt, Münzen symbolisern Arbeit sowie Geld und Kelche sind die Emotionen. Auch hier gibt es andere Gruppierungen. Jeder Anzug ist auch auf eine Gruppe von astrologischen Zeichen ausgerichtet, so dass Stäbe = Feuer, Schwerter = Luft, Münzen = Erde und Kelche = Wasser darstellen.

Diese Bedeutungen können ins Spiel kommen, wenn Karten Menschen und ihre Tierkreiszeichen darstellen. Da wir jedoch Anfänger sind, werden Sie am häufigsten die funktionalen Definitionen verwenden. Zum Beispiel deutet eine Drei-Karten-Legung, die drei Münz-Karten enthält, stark auf ein finanzielles Thema hin.

Wie bereite ich eine Tarot-Kartenlegung vor?

Vieles davon hängt vom Besitzer des Decks ab und davon, was sich für ihn richtig anfühlt, aber es gibt einige Praktiken, die den meisten Tarot-Legungen gemeinsam sind. Wenn Sie Karten für eine andere Person lesen, möchten Sie diese bitten, Ihnen eine Frage zu stellen oder zu fragen, worauf sie neugierig sind, und diese Frage im Hinterkopf behalten, während Sie das Deck mischen. Das ist wichtig, um die Energie auf dieses konkrete Thema zu lenken und das Deck aus der vorangegangenen Legung gewissermaßen zu löschen. Die Fragen sind dabei so vielfältig wie das Leben auch. Das können zum Beispiel sein:

  • Ist er wirklich der richtige Partner für mich?
  • Liebt mich mein Herzensmann?
  • Soll ich diese Immobilie kaufen oder lieber Abstand davon nehmen?
  • Ist diese Mietwohnung richtig für mich oder werde ich Probleme mit den Nachbarn bekommen?
  • Ich möchte mein Auto verkaufen, bekomme ich dafür einen fairen Preis?
  • Ich plane mit meiner Familie eine Urlaubsreise, wird alles gut gehen?
  • Ich habe ein neues Jobangebot, werde ich mit den Kollegen klarkommen?
  • Mein Kind steht vor der Abiturprüfung, wie wird es die Prüfung bestreiten?
  • Meinem Haustier geht es momentan sehr schlecht, was ist die Ursache?

Selbstverständlich ist das nur eine Auswahl. Wie oben schon erwähnt, sind die Fragen genauso vielfältig wie das Leben. Wichtig ist, dass sich der Klient auf das Thema einlässt, damit sich die Energien vom Thema mit den Karten verbinden.

Wie werden die Tarotkarten richtig gelegt?

Es gibt viele Möglichkeiten, Tarotkarten zu legen. Wenn Sie sich ein Kartendeck gekauft haben, finden Sie dort auch eine ausführliche Anleitung. Denkbar sind beispielsweise die einfache Drei-Karten-Legung, das sogenannte keltische Kreuz oder die Sieben-Tage-Legung. Wer selber die Karten legt, wird recht schnell feststellen, welche Art der Legung für ihn am besten geeignet ist. Alles ist eine Frage der Zeit und der Übung, letztlich aber auch der Intuition.

Bei einer Drei-Karten-Legung zieht der spirituelle Lebensberater drei Karten aus dem Stapel, nachdem sie vom Abfragenden gemischt und halbiert wurden. Was das bedeutet, erklären wir später. Normalerweise repräsentiert die erste Karte die Vergangenheit, die zweite schaut auf die Gegenwart, die dritte zeigt die Zukunft an. Wie weit dieser Blick in die Zukunft geht, hängt von der speziellen Frage des Klienten ab. Letztlich wird immer eine Tendenz abgebildet. Wenn jemand ganz allgemein nach seiner Zukunft fragt, kann durchaus ein Zeitraum von bis zu zehn Jahren abgebildet werden. Eine weitere und durchaus gern genutzte Verwendung der Tarotkarten ist das tägliche Kartenlegen, bei dem eine einzelne Karte von der Oberseite des gemischten Decks gezogen und als Erinnerung oder Tendenz für den Tag verwendet wird. Dies kann eine sehr hilfreiche Übung für alle sein, die sich mit dem Tarot-Deck und den Bedeutungen der Karten vertraut machen möchten.

Wie werden Tarotkarten gedeutet?

Es ist wichtig, die individuelle Bedeutung jeder Karte zu kennen. Zugleich ist es aber auch wichtig, die Stimmung und die Symbolik der gesamten Legung im Auge zu haben. Vor allem bei größeren Legungen, wo aus einem Gesamtbild viele Informationen entnommen werden können, muss man sich gut konzentrieren. Wenn Sie für jemand anderen, beispielsweise einen Klienten, die Tarotkarten legen, aber es ist auch wichtig, mit dieser Person zu diskutieren, sich in sie hinein zu füllen, um so das Kartendeck besser deuten und interpretieren zu können. Es ist vollkommen in Ordnung, wenn man dem Klienten direkt Fragen zu den Karten stellt und gemeinsam überlegt, welche Aussage diese Karte zum vorher gestellten Thema bieten könnte.

Mitunter passiert es sogar, dass die gezogenen Karten überhaupt nicht zum eigentlich gefragten Thema passen. Dann sollte der Fragesteller überlegen, ob er möglicherweise sogar das falsche Thema gewählt hat. Wenn er beispielsweise nach Liebe fragt und das Thema Geld deutlich auf dem Tisch liegt, dann sollte er über seine Finanzen nachdenken.

Die Übung macht den Meister

Es gibt viele Möglichkeiten, Tarot zu lesen, aber egal welche Methode wir anwenden, alle erfordern Übung. Das Erlernen von 78 verschiedenen Karten braucht Zeit, insbesondere wenn so viele von ihnen mehrere mögliche Bedeutungen haben. Aber je mehr Sie die Karten lesen und berühren, desto vertrauter werden sie und desto einfacher wird es, sie als Werkzeug zu verwenden, um sich selbst und andere besser zu verstehen. Manche nutzen die Tarotkarten ja auch, um sich als spirituelle Lebensberatung selbstständig zu machen. Ähnliches gilt für die Lenormandkarten, die wir auf unseren Internetseiten ebenfalls intensiv beleuchten.